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Freitag, 13. Januar 2017

Angst zu handeln?

Hält Angst dich davon ab, zu handeln?
Erkenne die Angst an, beobachte sie,
gib ihr deine Aufmerksamkeit,
sei vollkommen präsent mit ihr.

Indem du das tust, zertrennst du die Verbindung zwischen der Angst und deinem Denken.
Lass die Angst nicht in deinen Verstand hochsteigen.
Benutze die Kraft der Gegenwart.
Dagegen kann die Angst sich nicht behaupten.

Wenn du wirklich nichts tun kannst, um dein Hier und Jetzt zu verändern,
wenn du auch die Situation nicht verlassen kannst,
dann akzeptiere dein Hier und Jetzt ganz, indem du jeglichen Widerstand loslässt.
Dann kann das falsche, unglückliche Selbst nicht länger mit seinem Jammern, seinen Vorwürfen, seinem Selbstmitleid überleben.
Das nennt man Hingabe. (Akzeptanz)

Hingabe ist keine Schwäche, sondern eine große Stärke.
Nur ein Mensch voller Hingabe hat spirituelle Kraft.
Durch Hingabe wirst du innerlich von der Situation frei.
Dann kann es passieren, dass die Situation sich völlig ohne dein Zutun verändert.
Auf jeden Fall bist du frei.

Eckhart Tolle - JETZT

Infos:

Mittwoch, 20. Januar 2016

Dein Denker hält dich in einer Art Betäubung

Dein Denken hält dich in einer Art Betäubung.
Unter der Last der Erinnerungen an die Vergangenheit,
unter der Last Zukunftserwartungen lebst du vor dich hin,
auf Sparflamme.

Du schöpfst deine Energie nicht aus.
Dein Feuer brennt nur schwach.

Wenn du die Gedanken loslässt,
den Staub der Vergangenheit abschüttelst,
wächst die Flamme – rein, klar, lebendig, frisch.
Dein ganzes Leben wird zur Flamme, einer Flamme ohne Rauch.
Das ist Bewusstheit.
Der Verstand kann niemals intelligent sein.
Nur "No-Mind" (Nicht-Denken) ist intelligent.
Nur "No-Mind" ist ursprünglich und radikal.
Nur "No-Mind" ist revolutionär – es ist aktive Revolution.


Osho A Sudden Clash of Thunder Chapter 1

*

Mittwoch, 7. Mai 2014

Der eigene Schmerzkörper - Ursache von Armut, Elend, Krankheit

Der eigene Schmerzkörper  –  Ursache von Armut, Elend, Krankheit

Ich erlebe es in der Systemischen Therapie aber auch im eigenen Verhalten, dass wir gerne an alten Schmerzen, Verletzungen, Groll, Urteilen usw. festhalten. Das passiert zum Einen sicherlich aus dem Grund, daß wir unsere eigenen Gewohnheiten und Glaubenssätze gewohnt sind und damit Sicherheit bieten; zum anderen nichts anderes da ist, was die Lücke füllen würde, die dann entsteht, wenn wir von diesen Dingen loslassen.

Eckhart Tolle schreibt über die emotionalen Schmerzen, über den Schmerzkörper, in seinen weltweiten Bestsellern “Jetzt”  und „Eine neue Erde“ :
“Solange Du Dir keinen Zugang zur Kraft der Gegenwart verschaffen kannst, werden emotionale Verletzungen, die Dir widerfahren einen Restschmerz hinterlassen, der in Dir weiterlebt. Er vermischt sich mit altem Schmerz, der bereits da ist und bleibt in Verstand und Körper hängen. Das schließt natürlich den Schmerz mit ein, den Du als Kind erlitten hast und der durch die Unbewusstheit der Welt verursacht wurde, in die Du hineingeboren wurdest.

Diese Ansammlung von Schmerz ist ein negatives Energiefeld, das Deinen Körper und Deinen Verstand besetzt. Wenn Du es Dir als ein unsichtbares Wesen mit seiner eigenen Persönlichkeit vorstellst, dann kommst Du der Wahrheit ziemlich nahe. Das ist der emotionale Schmerzkörper.

Achte auf jedes Zeichen von Verstimmung in Dir, in welcher Form auch immer – es könnte der erwachende Schmerzkörper sein. Er kann sich als Verärgerung ausdrücken, als Ungeduld, finstere Stimmung, als Wunsch zu verletzen, als Wut, Depression, als Bedürfnis nach Drama in Deiner Beziehung und so weiter: Greife ihn Dir in dem Moment, in dem er aus seinem Ruhezustand erwacht. Der Schmerzkörper will leben wie alles andere in der Existenz auch, und das kann er nur, wenn er Dich dazu bringt, Dich unbewusst mit ihm zu identifizieren.

Er lebt von jeder Erfahrung, die mit seiner eigenen Art von Energie mitschwingt, von allem, was mehr Schmerz erschafft, in welcher Form auch immer: Wut, Zerstörung, Hass, Trauer, emotionalem Drama, Gewalt und sogar von Krankheit. Sobald er Macht über Dich hat, wird der Schmerzkörper also Situationen in Deinem Leben erschaffen, die ihm seine eigene Energiefrequenz zurückgeben, damit er sich davon ernähren kann.

Schmerz kann sich nur von Schmerz ernähren.
Schmerz kann sich nicht von Freude ernähren.

Wenn der Schmerzkörper Besitz von Dir ergriffen hat, dann willst Du immer mehr Schmerz. Du wirst zum Opfer oder zum Täter. Du willst Schmerz zufügen oder selbst Schmerz erleiden oder beides. Zwischen beidem besteht kein großer Unterschied.

Der Schmerzkörper will nicht, dass Du ihn direkt anschaust und als das erkennst, was er ist. Wenn Du ihn beobachtest, sein Energiefeld in Dir fühlst und ihm Deine Aufmerksamkeit gibst, dann ist die Identifikation sofort gebrochen. Ihn zu beobachten ist genug. Ihn zu beobachten beinhaltet, ihn anzunehmen als Teil dessen, was in diesem Moment ist.”

Und was ist mit Ihrem Schmerzkörper?