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Dienstag, 15. April 2014

Missbrauch - Eckhart Tolle - JETZT

Missbrauch !

Deine Freundin hängt in einer Beziehung mit einem Partner fest, der sie missbraucht, und das nicht zum ersten Mal.
Warum?

Sie hat keine Wahl.
Der durch die Vergangenheit konditionierte Verstand versucht immer wieder, das zu erschaffen, was er aus der Vergangenheit kennt und was ihm vertraut ist. Auch wenn es schmerzt, ist es zumindest vertraut. Der Verstand haftet immer am Bekannten. Das Unbekannte ist gefährlich, weil er darüber keine Kontrolle hat. Darum mag der Verstand den gegenwärtigen Moment nicht und ignoriert ihn.

Gegenwartsbewusstheit erschafft eine Lücke, nicht nur im Strom der Gedanken, sondern auch im Kontinuum von Vergangenheit und Zukunft. Außer durch diese Lücke, diesen klaren Raum unendlicher Möglichkeiten, kann nichts wirklich Neues oder Kreatives in diese Welt kommen. Deine Freundin wird vielleicht, weil sie mit ihrem Verstand identifiziert ist, ein Muster aus der Vergangenheit wieder erschaffen, in welchem Intimität und Missbrauch untrennbar verbunden sind.

Ebenso ist es möglich, dass sie ein in frühester Kindheit gelerntes Verstandesmuster ausagiert, wonach sie wertlos ist und es verdient, bestraft zu werden. Ihr Partner hat seine eigenen unbewussten Muster, welche die ihre ergänzen.

Natürlich ist ihre Situation selbsterschaffen, aber wer oder was ist dieses Selbst, das erschafft?
Ein geistig emotionales Muster aus der Vergangenheit, mehr nicht.

Niemand wählt Gestörtheit, Konflikt oder Schmerz.
Niemand wählt den Wahnsinn.
Sie entstehen, weil nicht genügend Gegenwärtigkeit in dir vorhanden ist, um die Vergangenheit auszulöschen, nicht genügend Licht, um die Dunkelheit zu vertreiben.
Du bist noch nicht vollkommen hier.
Du bist noch nicht ganz aufgewacht.
 In der Zwischenzeit beherrscht der konditionierte Verstand dein Leben.


Ganz ähnlich ist es,
wenn du zu den vielen Menschen gehörst, die in eine unbewältigte Geschichte mit ihren Eltern verwickelt sind. Wenn du ihnen weiterhin übel nimmst, was sie getan oder nicht getan haben, dann glaubst du, dass sie eine Wahl hatten - dass sie anders hätten handeln können.

Es sieht immer so aus, als wenn Menschen eine Wahl hätten, aber das ist nur eine Illusion.
Solange dein Verstand mit seinen konditionierten Mustern dein Leben beherrscht, solange du dein Verstand bist, welche Wahl hast du da?
Gar keine.
Du bist nicht einmal da.
 Mit dem Verstand identifiziert zu sein ist ein sehr kranker Zustand. Es ist eine Art des Wahnsinns. Fast jeder leidet in unterschiedlichem Maß an dieser Krankheit. In dem Moment, in dem du das erkennst, kann es keinen Groll mehr geben. Wie kannst du jemandem seine Krankheit übel nehmen? Die einzig angemessene Antwort ist Mitgefühl.

Das bedeutet also, niemand wäre verantwortlich für das, was er tut?
Ich mag diese Idee nicht.

Wenn du von deinem Verstand beherrscht wirst, musst du weiterhin die Konsequenzen deiner Unbewusstheit erleiden, obwohl du keine Wahl hast, und du wirst weiteres Leiden verursachen.
 Du wirst die Last der Angst, der Konflikte, der Probleme und der Schmerzen tragen müssen.
 Das so erschaffene Leiden wird dich schließlich aus deinem unbewussten Zustand herauszwingen.


 Was du über Wahl sagst, gilt doch auch für Vergebung, nehme ich an. Du musst völlig bewusst sein und dich hingeben, bevor du vergeben kannst. "Vergebung" ist ein Begriff, der seit zweitausend Jahren benutzt wird, aber die meisten Leute wissen kaum, was er bedeutet.


 Du kannst dir selber oder anderen nicht wirklich vergeben, solange dein Verständnis des Selbst aus der Vergangenheit kommt. Nur durch den Zugang zur Kraft der Gegenwart, zu deiner eigenen Kraft kann es wahre Vergebung geben.


Die Vergangenheit verliert ihre Macht und du erkennst im Innersten, dass nichts, was du je getan hast oder was dir je angetan wurde, auch nur im Geringsten die strahlende Essenz dessen berühren kann, was du bist. Das gesamte Konzept Vergebung wird damit unnötig.

Und wie komme ich zu dieser Erkenntnis?
Wenn du dich dem hingibst, was ist, und dadurch voll gegenwärtig bist, dann verliert die Vergangenheit an Macht. Du brauchst sie nicht mehr.
Gegenwärtigkeit ist der Schlüssel.
Das Jetzt ist der Schlüssel.

Wie werde ich wissen, wann ich mich hingegeben habe?
Wenn du diese Frage nicht mehr stellen musst.

JETZT – Eckhart Tolle – Seite 266

*

Donnerstag, 1. März 2012

Demenz - Krieg - PTBS


In der Zeit des Internets

begreifen immer mehr Menschen die Grausamkeit der Kriege.


Alles lässt sich recherchieren.
Die traumatischen Folgen der Erinnerung steigen wieder ins Bewusstsein und quälen.

Angst, Verzweiflung, Trauer, Horror sind Gefühle die in die nächste Generation vererbt werden können.
Machen Sie sich selber ein Bild.
Wie war es in Ihrer Familie?
Wie ist es heute in Ihrer Familie?

Bei Fragen bin ich gerne für Sie da.
Gerda Schwaer
Heilpraktikerin


Demenz-Kranke in Klinik in Essen erleben Kriegstraumata immer wieder neu

08.05.2011 | 04:00 Uhr
Essen.  
 In den Demenz-Abteilungen der Kliniken sind immer mehr Menschen, 
die den Zweiten Weltkrieg noch bewusst wahrgenommen haben. 
Sie erleben verdrängte Erinnerungen häufig neu und leiden an 
einem prosttraumatischem Belastungssyndrom.

„Ein stärkerer Reiz verdrängt den schwächeren“

Nie zuvor, so sagt Hans Georg Nehen, Direktor der Geriatrischen Klinik des Elisabeth-Krankenhauses, habe der Zweite Weltkrieg einen solchen Raum eingenommen in der Behandlung von Demenz-Patienten und solchen, die an einem posttraumatischen Belastungssyndrom leiden. Warum kommt erst in so hohen Alter die Erinnerung zurück? Nehen erklärt es so: „Ein stärkerer Reiz verdrängt den schwächeren.“ Nach dem Krieg kam der Wiederaufbau und damit wurde dem Menschen der Beruf wichtig. „Das war in dieser Lebensphase eindeutig der stärkere Reiz, weil man gefordert war. Dann kam ein Partner, möglicherweise Kinder. All diese Reize verdrängten die Erinnerung an den Krieg.“

Quelle
http://www.derwesten.de/staedte/essen/demenz-kranke-in-klinik-in-essen-erleben-kriegstraumata-immer-wieder-neu-id4617387.html

Dienstag, 28. Februar 2012

PTBS mit Hypnose-Therapie?


Posttraumatische Belastungsstörung

PTBS
Posttraumatische Stresssyndrom PTS



Über die Hälfte aller Menschen sind betroffen 40 – 60 %


Unter diesen Begriffen wird eine verzögerte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine außergewöhnliche Bedrohung gesehen, die bei fast jedem Menschen eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde.

Oft treten die Reaktionen erst Monate bis Jahre nach dem Ereignis auf. Ereignisse, die eine posttraumatische Belastungsstörung hervorrufen können, sind z. B. 1. + 2. Weltkrieg, Kriege allgemein, schwere Unfälle, Opfer eines Verbrechens, sexueller Missbrauch, Folter, Naturkatastrophen, Chemieunfälle, Brände etc.

Man schätzt heute aufgrund neuer Untersuchungen, dass etwa 40 bis 60 Prozent aller Menschen irgendwann in ihrem Leben einmal das Opfer eines traumatischen Erlebnisses werden.



Bestimmte Berufsgruppen sind stark gefährdet.

Besonders häufig betroffen von solchen Ereignissen sind bestimmte Berufsgruppen, z. B. Feuerwehrleute, Ärzte und Notfallhelfer, Polizisten.

Die in der Deutschland gut ausgebauten Netze an Hilfs- und Rettungsdiensten ermöglichen schnellstmögliche Hilfe. Oft aber sind die Helfer solch starken Belastungen ausgesetzt, dass sie selbst der Hilfe bedürfen. Erlebte traumatische Ereignisse müssen bewältigt werden.


Die Symptome sind vielseitig und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.


Zu den Symptomen, die bei einem posttraumatischen Belastungssyndrom auftreten können, gehören:

·         Wiederholte, zwanghafte Erinnerungen an das Ereignis oder an bestimmte Teile
·         häufiges und intensives Wiederdurchleben des Traumas, z.B. in Form von Alpträumen oder Tagträumen
·         Handeln und Fühlen, als ob das Ereignis wiedergekehrt wäre
·         Unvermögen, das Ereignis aus der Erinnerung zu verbannen
·         Vermeidung von Situationen, die eine Erinnerung an das Trauma mit sich bringen könnten.
·         Angst
·         Depression
·         Selbstmordgedanken
·         gefühlsmäßiges Abgestumpft sein
·         Empfinden von Entfremdung von anderen oder der Welt um sich herum
·         Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten
·         Unfähigkeit, sich zu entspannen
·         Schlafstörungen
·         Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit, Wutausbrüche
·         Verlust von Interessen, die vorher bestanden
·         Schuldgefühle beispielsweise bei Überlebenden oder Beteiligten wie Helfern, Polizisten etc.



Die Behandlung kann Jahre dauern.


Verlauf und Dauer des posttraumatischen Belastungssyndroms sind individuell sehr unterschiedlich. Die Behandlung kann sich über Jahre erstrecken. Dabei werden folgende Behandlungsziele verfolgt:

·         Abbau von AngstSchlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten etc.
·         Bewältigung von Erinnerungen und Bildern
·         Einordnung des traumatischen Geschehens in die Lebensgeschichte des Betroffenen



Schwerpunkt aber bilden psychotherapeutische Verfahren, die es ermöglichen sollen, dass Betroffene ihre Gefühle und Ängste aussprechen und lernen zu bewältigen. Zu diesen Verfahren gehören z. b.:

·         Verfahren der Angstbewältigung
·         Entspannungstechniken
·         Biofeedbackverfahren
·         Konfrontationsverfahren zur Auseinandersetzung mit Angst und Erinnerungen
   Aufdeckende Hypnose-Therapie



INFO: http://www.hypnose-muenster.de



Quelle: