Mittwoch, 6. Juli 2016

Wegweiser zur Fülle des Lebens.

Was meine Arbeit auszeichnet
ist meine ganzheitliche Sicht.
Jeder Mensch ist einzigartig und vollkommen und Teil des Ganzen.
Ich sehe mich als Wegweiser zur Fülle des Lebens.

Niemand ist mangelhaft oder verkehrt.
Niemand muss repariert werden.
Lediglich die Konditionierung durch Dogmen, Gesellschaft,
Familie und eigene Glaubenssätze bremsen und blockieren das eigene Potenzial.


Ich sehe mich als Wegweiser zur Fülle des Lebens.
Mit meinen Werkzeugen als Heilpraktikerin und Systemische Therapeutin
habe ich effiziente Möglichkeiten den Menschen das eigene vorhandene Potenzial bewusst zu machen um die Fülle des Lebens wahrzunehmen.


Dazu führe ich Menschen zu den Ursachen ihrer unbewussten Konditionierung
und Selbst-Sabotage um die Verstrickungen zu lösen
und den Bewusstwerdungsprozess zu ermöglichen.


Gerda Schwaer

Dienstag, 14. Juni 2016

Sklave - Liebe - Freiheit - OSHO

Und wenn du noch tiefer schaust, wirst du entdecken,
dass du dich sogar danach gesehnt hast, ein Sklave zu werden.
Direkt kann man nicht darum bitten, ein Sklave zu werden; das wäre zu erniedrigend.
Und direkt kann man nicht zu jemanden sagen: "Sei mein Sklave!"
Er wird dagegen rebellieren.
Und man kann auch nicht sagen: "Ich möchte dein Sklave sein."
Also sagt man: "Ich kann ohne dich nicht leben!"
Aber es bedeutet das Gleiche.
Und sobald das eigentliche Bedürfnis erfüllt wurde, verschwindet die Liebe.
Dann fühlt man die Fessel, die Sklaverei und dann beginnt man zu kämpfen, um wieder frei zu werden.

Liebe wird zu Gebundensein, wenn es keine Liebe ist.
Dann hast du bloß ein Spiel gespielt und dir etwas vorgemacht.
Dein Gebundensein ist deine Wirklichkeit; die Liebe war nur ein Vorspiel.
Darum wirst du immer, wenn du dich verliebst, früher oder später entdecken, dass du ein Mittel zum Zweck geworden bist - und damit nimmt das ganze Unglück seinen Lauf.
Was ist das für ein Mechanismus?
Warum läuft das so ab?
Wenn die Liebe zu Gebundensein wird, ist sie eine Last, eine Fessel.
Doch warum wird Liebe zu Gebundensein?
Zuerst musst du eines verstehen: Wenn aus Liebe Gebundensein wird, dann warst du nur in der Illusion gefangen,
dass es Liebe sei. Dann hast du dir nur selbst etwas vorgegaukelt und es für Liebe gehalten.
In Wirklichkeit hattest du das Bedürfnis nach Bindung.
Und wenn du noch tiefer schaust, wirst du entdecken, dass du dich sogar danach gesehnt hast, ein Sklave zu werden.
Es herrscht subtile Angst vor der Freiheit und im Grunde möchte jeder ein Sklave sein. Natürlich redet jeder von Freiheit, aber keiner hat den Mut, wirklich frei zu sein. Denn wenn du wirklich frei bist, bist du allein.
Nur wer den Mut hat, ganz allein zu sein, kann wirklich frei sein.
Aber keiner hat den Mut, allein zu sein.
Du brauchst jemanden.
Und warum brauchst du jemanden?
Weil du Angst hast vor deiner Einsamkeit.
Du langweilst dich mit dir selbst.
Und tatsächlich, wenn du einsam bist, erscheint dir alles sinnlos.
Sobald du jemanden hast, bist du beschäftigt und hast dir künstlich einen Sinn geschaffen.

Für dich allein kannst du nicht leben, also fängst du an, für jemand anderen zu leben.
Und das Gleiche gilt auch für den anderen:
Er oder sie kann allein nicht leben, also sucht er nach einem anderen.
Zwei Menschen, die beide Angst vor der eigenen Einsamkeit haben, finden sich
und beginnen ein Spiel miteinander - das Spiel der Liebe.
Doch insgeheim suchen sie Bindung, Abhängigkeit, Versklavung.
Alles, was man sich wünscht, tritt früher oder später ein.
Das ist eines der fatalsten Dinge in dieser Welt.
Was auch immer man sich wünscht, wird einmal eintreten.
Früher oder später bekommt man es und dann verschwindet das ganze Vorspiel.
Wenn es seinen Zweck erfüllt hat, verschwindet es.
Wenn ihr erst einmal Mann und Frau,
gegenseitige Sklaven geworden seid,
wenn ihr erst einmal verheiratet seid,
verschwindet die Liebe,
denn die Liebe war nur eine Illusion,
die es zwei Menschen erlaubte, sich gegenseitig zu Sklaven zu machen.
Direkt kann man nicht darum bitten, ein Sklave zu werden; das wäre zu erniedrigend.
Und direkt kann man nicht zu jemanden sagen: "Sei mein Sklave!"
Er wird dagegen rebellieren.
Und man kann auch nicht sagen: "Ich möchte dein Sklave sein."
Also sagt man: "Ich kann ohne dich nicht leben!"
Aber es bedeutet das Gleiche.
Und sobald das eigentliche Bedürfnis erfüllt wurde, verschwindet die Liebe.
Dann fühlt man die Fessel, die Sklaverei und dann beginnt man zu kämpfen, um wieder frei zu werden.


-Osho- 


14.6.16

Mittwoch, 2. März 2016

Wenn deine Beziehung nicht funktioniert, wenn sie in dir oder deinem Partner den Wahnsinn zum Vorschein bringt

Immer also wenn deine Beziehung nicht funktioniert,
wenn sie in dir oder deinem Partner den Wahnsinn zum Vorschein bringt, FREUT euch.

Das, was im Unbewussten verborgen war, wird ans Licht befördert.
Dies ist eine Gelegenheit für eure Erlösung.

Halte dein Wissen über den jeweiligen Moment
und besonders dein Wissen über deine innere Befindlichkeit immerwährend fühlend aufrecht. 

Wenn Wut da ist, wisse, dass sie da ist.
Wenn Eifersucht, Abwehr, Streitsucht, Rechthaberei, ein inneres Kind, das Liebe und Aufmerksamkeit fordert, oder irgendein emotionaler Schmerz da sind - was immer es ist,
erkenne die Wahrheit des Momentes und verweile in der Erkenntnis.
Dann wird aus der Beziehung dein Sadhana, deine spirituelle Praxis.

Wenn du bei deinem Partner unbewusstes Verhalten beobachtest,
halte diese Beobachtung in der liebenden und wissenden Umarmung deiner Erkenntnis,
so dass du nicht reagierst.

Unbewusstheit und Erkenntnis können nicht lange koexistieren - selbst wenn die Erkenntnis nicht in demjenigen stattfindet, der gerade sein Unbewusstes ausagiert, sondern in seinem Partner.

Die Energieform, aus der Feindseligkeit und Angriffe entstehen,
verhält sich absolut allergisch gegen die Gegenwart von Liebe.

Wenn du auf die Unbewusstheit deines Partners in irgendeiner Weise reagierst,
dann wirst du selber unbewusst.
Doch wenn du dann daran denkst, diese Reaktion zu erkennen, ist nichts verloren.

...
Eckhart Tolle 

Jetzt - Seite 188

Mittwoch, 20. Januar 2016

Dein Denker hält dich in einer Art Betäubung

Dein Denken hält dich in einer Art Betäubung.
Unter der Last der Erinnerungen an die Vergangenheit,
unter der Last Zukunftserwartungen lebst du vor dich hin,
auf Sparflamme.

Du schöpfst deine Energie nicht aus.
Dein Feuer brennt nur schwach.

Wenn du die Gedanken loslässt,
den Staub der Vergangenheit abschüttelst,
wächst die Flamme – rein, klar, lebendig, frisch.
Dein ganzes Leben wird zur Flamme, einer Flamme ohne Rauch.
Das ist Bewusstheit.
Der Verstand kann niemals intelligent sein.
Nur "No-Mind" (Nicht-Denken) ist intelligent.
Nur "No-Mind" ist ursprünglich und radikal.
Nur "No-Mind" ist revolutionär – es ist aktive Revolution.


Osho A Sudden Clash of Thunder Chapter 1

*

Mittwoch, 13. Januar 2016

Selbstsabotage durch Identifikation mit Schmerz - Eckhart Tolle

E.T. „heart“-Emoticon
Solang ein Teil deines Selbstgefühls von emotionalem Schmerz abhängig ist, wirst du unbewusst jeden Versuch von ihm geheilt zu werden, abwehren oder sabotieren.

Warum?
Ganz einfach, du möchtest dich selber ganz erhalten, und der Schmerz ist zu einem festen Bestandteil von dir geworden.

Das ist ein unbewusster Vorgang,
und die einzige Möglichkeit, ihn zu überwinden ist,
ihn bewusst zu machen.

Es kann eine ziemlich schockierende Einsicht sein,
wenn du plötzlich feststellst,
dass du an deinem Schmerz festgehalten hast oder noch festhältst.

JETZT - Seite 200

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Geduld - Die 7 der Regenbogen - Osho







Geduld

Die 7 der Regenbogen

Wir haben vergessen, wie man wartet.
Es ist uns fast verloren gegangen.
Und es ist eine unserer wertvollsten Fähigkeiten, auf den richtigen Moment zu warten.
Die ganze Existenz wartet auf den richtigen Moment.
Selbst die Bäume wissen, wann es Zeit ist zu blühen, wann es Zeit ist, alle Blätter fallen zu lassen und sich nackt dem Himmel entgegen zu recken. Sie sind immer noch schön in ihrer Nacktheit, wie sie mit grossem Vertrauen auf die neuen Blätter warten; die alten sind weg, und die neuen werden schon kommen.
Neue Blätter werden wachsen.
Wir haben vergessen zu warten; wir wollen alles sofort haben.
Das ist ein großer Verlust für die Menschheit. 

Wenn du still wartest, wächst etwas in dir - dein authentisches Sein.
Eines Tages springt es hervor und wird zur Flamme,
und deine ganze Persönlichkeit zerbricht. 


Du bist ein neuer Mensch.
Und dieser neue Mensch kennt sich aus,
er weiß um die ewigen Lebenssäfte.



OSHO


*

Montag, 12. Oktober 2015

Freiheit vom Unglücklichsein - E. Tolle

FREIHEIT VOM UNGLÜCKLICHSEIN

Ärgerst du dich über das, was du gerade tust?
Das kann deine Arbeit sein;
oder du hast zugestimmt, etwas zu tun, aber ein Teil von dir lehnt es ab und leistet Widerstand.
Trägst du jemandem gegenüber, der dir nahe steht, unausgesprochenen Groll mit dir herum? 

Erkennst du, dass die Energie, die du auf diese Weise ausstrahlst, so schädlich in ihren Auswirkungen ist,
dass sie dich selbst wie auch andere um dich herum tatsächlich vergiftet?
Schau genau hin.
Gibt es da auch nur die geringste Spur von Ärger, Unwilligkeit?
Wenn ja, dann beobachte sie auf beiden Ebenen, geistig und emotional.

Welche Gedanken erschafft dein Verstand im Umfeld dieser Situation? 

Schau dir dann die Emotion an, mit der dein Körper auf diese Gedanken antwortet.
Fühle die Emotion.
Fühlt sie sich angenehm oder unangenehm an?

Ist es wirklich deine Wahl, diese Energie in dir zu haben?
Hast du eine Wahl? 

Vielleicht wirst du ausgenutzt,
vielleicht ist die Arbeit, mit der du beschäftigt bist, langweilig,
vielleicht ist jemand in deiner Nähe unehrlich, ärgerlich oder unbewusst,
aber das ist alles unwichtig.

Ob deine Gedanken über die Situation gerechtfertigt sind oder nicht, macht keinen Unterschied.
Tatsache ist, dass du Widerstand gegen das leistest, was ist.
Du machst den gegenwärtigen Moment zu einem Feind.
Du er schaffst Unglück und Konflikt zwischen innen und außen.

Dein Unglücklichsein verschmutzt dein inneres Sein und das deiner Mitmenschen,
zugleich aber auch die kollektive menschliche Psyche, deren untrennbarer Teil du bist.

Die Verschmutzung des Planeten ist nur die Spiegelung im Außen von einer psychischen Verschmutzung im Inneren, 
ein Spiegel für die Millionen von unbewussten Menschen, die keine Verantwortung für ihren inneren Raum übernehmen.
Du kannst das, was du tust, entweder beenden, mit der betreffenden Person reden und deine Gefühle zum Ausdruck bringen, 
oder du lässt die Negativität fallen, die dein Verstand um die Situation herum geschaffen hat.

Diese Negativität ist zu nichts nütze, außer zur Stärkung deines eingebildeten Selbstgefühls.
Deren Sinnlosigkeit zu erkennen ist wichtig.
Negativität ist nie der optimale Weg, mit irgendeiner Situation umzugehen.
Meistens hält sie dich in der Situation gefangen und verhindert wahre Veränderung.
Alles, was du mit negativer Energie tust, wird durch sie vergiftet
und früher oder später weiteren Schmerz, weiteres Unglücklichsein erschaffen.

Darüber hinaus ist jeder negative Zustand ansteckend:
Unglücklichsein verbreitet sich einfacher als eine körperliche Krankheit.
Durch das Gesetz der Resonanz löst es latente Negativität in anderen aus und nährt sie.
Es sei denn, sie sind immun - in anderen Worten, höchst bewusst.
Verunreinigst du die Welt oder gehörst du zu denen, die den Dreck aufräumen?
Du bist verantwortlich für deinen inneren Raum, niemand sonst,
so wie du auch für den Planeten verantwortlich bist.
Wie innen so auch außen:
Menschen, die ihren inneren Schmutz aufräumen, schaffen auch keine neue Verschmutzung im Außen.



Eckhart Tolle  - Jetzt!

Sonntag, 15. März 2015

Du BIST DAS Universum - Eckhart Tolle





Du bist nicht im Universum,
du BIST DAS Universum, ein wesenhafter Teil davon. 

Letztlich bist du keine Person sondern ein Bezugspunkt,
in welchem sich das Universum seiner selbst bewusst wird. 


Was für ein unfassbares Wunder!

Eckhart Tolle

*

Freitag, 13. März 2015

Loslassen - OSHO - The White Lotus Chapter





55. Loslassen - OSHO


In der Existenz gibt es keinen, der überlegen ist, 
und keinen, der unterlegen ist. 
Der Grashalm und der größte Stern sind vollkommen gleich…
Aber der Mensch will anderen überlegen sein, 
er will die Natur erobern, und deshalb muß er ständig kämpfen. 
Alle Komplikationen entstehen aus diesem Kampf. 

Ein unschuldiger Mensch ist einer, der sich weigert zu kämpfen, 
der sich nicht mehr dafür interessiert, überlegen zu sein, 
der sich nicht mehr dafür interessiert, eine Leistung zu erbringen, 
zu beweisen, daß er jemand Besonderes ist; 
der wie eine Rose oder wie ein Tautropfen auf dem Lotusblatt geworden ist; 
der ein Teil dieser Unendlichkeit geworden ist; 
der verschmolzen, 
vereint, 
eins geworden ist mit dem Ozean 
und nur noch eine Welle darin ist, 
der keine Ahnung mehr vom "Ich" hat. 


Wenn das "Ich" verschwindet, ist Unschuld da.


Osho The White Lotus Chapter 6

Donnerstag, 5. März 2015

Worte sind Wegweiser - Eckhart Tolle

7. Es ist so leicht von der konditionierten Person frei zu werden.



Es ist eine revolutionäre Transformation die Welt ohne all den im Denken angesammelten Ballast wahrzunehmen d.h. du bist frei von der ganzen Person für die du dich aufgrund der Konditionierungen, die du mit dir rumträgst, gehalten hast. Sie sind eine Last geworden, ein schweres Ich. Die Last eines Menschen der Erfüllung, Antwort oder Erleichterung in der Zukunft sucht und nie dort ankommt und dir zwischendurch immer nur Handlungen wiederholt. Der Tag für Tag seine Konditionierung aus der Vergangenheit ausagiert und dabei hofft die Zukunft würde besser  werden. Wie könnte sie das? 
Die Zukunft wird nur eine Weiterführung der Vergangenheit sein, weil du nur diese in jedem Augenblick ausagierst. Sie kann nicht besser werden solange du im Konditionierten festsitzt.

Es ist verblüffend. Es ist so leichter herauszukommen und doch scheinen es nur wenige zu wissen. Warum bloß?
Es ist fast wie eine Verschwörung, nur nicht von der Befreiung reden.
Ich glaube nicht dass sie je in jeder Tagesschau erwähnt wurde.
Bewahren wir wir lieber stillschweigen darüber. 


Es ist so leicht von der begrenzten kleinen konditionierten Person frei zu werden. Jeder Mensch ist eine kleine Person Selbst als Präsident von diesem oder jenem. Eines Tages bist du nicht mehr Präsident. Du bist alt und plötzlich hast du keine soziale Funktion mehr. Deine gesellschaftliche Stellung ist weg. Oh, wer bin ich denn jetzt? Nur ein alter Mann. 

Dabei kann man so leicht darüber hinausgehen und die Erfüllung nicht mehr durch die Konditionierung suchen, durch den Versuch es besser zu machen, eine bedeutenderer Mensch, eine wichtigere Person zu werden, darauf zu warten das die Welt dir bestätigt bedeutend zu sein, jemand zu sein. Die Welt macht das vielleicht aber unter Umständen ändert sie ihren Sinn wieder und sagte dir schließlich das du ein niemand bist.

Es fängt mit einer so einfachen Sache an wie der den gedanklichen Verstand zurückzulassen und die Aufmerksamkeit auf die Hände zu richten.  Ich sage Hände, für diejenigen die nicht ganzen Körper fühlen können. Beginne mit den Händen. Solltest du den ganzen Körper fühlen können wenn ich Hände sage, dann spürst du eben das gesamte Energiefeld des Körpers. Andernfalls tun es vorerst auch die Hände. Halte daran fest, du kannst umherschauen und den Raum oder die Leute im Raum anschauen und deine Wahrnehmung ist dabei von einer Klarheit die sich nur einstellt wenn der gedankliche, konditioniert der Verstand nicht länger aktiv ist.

Es ist erstaunlich frei zu sein. Es erfordert keine Zeit.
Du kannst gleich jetzt in diesem Augenblick frei sein? 

Eckhart Tolle



*

Samstag, 28. Februar 2015

Focus - Potenzial




Indem du deinen Focus 
auf den gegenwärtigen Augenblick richtest,
aktivierst du dein volles Potenzial.

* Gerda Schwaer *


* www.systemische-hypno-therapie.de *

*

Donnerstag, 8. Januar 2015

Transformation von Krankheit und Leid - Eckhart Tolle

9 Die Transformation von Krankheit und Leid
Krankheit in Erleuchtung verwandeln


Hingabe ist das rückhaltlose innere Annehmen dessen, was IST.
Wir reden von deinem Leben und von diesem Augenblick,
nicht von den Gegebenheiten und Umständen deines Lebens,
also nicht von dem, was ich deine Lebenssituation nenne.

Krankheit ist Teil deiner Lebenssituation, folglich hat sie
Vergangenheit und Zukunft. Vergangenheit und Zukunft bilden
ein ununterbrochenes Kontinuum, es sei denn, DU AKTIVIERST
DURCH DEINE BEWUSSTE GEGENWÄRTIGKEIT DIE ERLÖSENDE KRAFT DES JETZT.

 Wie du weißt, gibt es hinter den verschiedenen
Gegebenheiten, die deine Lebens Situation bestimmen und die
in der Zeit existieren, etwas Tieferes, Wesentlicheres:
dein Leben, dein eigentliches Sein im zeitlosen Jetzt.
Im Jetzt gibt es keine Probleme und infolgedessen auch keine Krankheiten.
Der Glaube an das Etikett, mit dem jemand deinen Zustand beschreibt,
erhält diesen Zustand aufrecht, verleiht ihm Gewicht und macht aus einer vorübergehenden
Störung einen scheinbar festgefügten Tatbestand.
Diesem Tatbestand werden nicht nur Wirklichkeit und Festigkeit zugeschrieben,
sondern auch eine zeitliche Fortdauer, die er vorher gar nicht hatte.

Indem du dich auf den gegenwärtigen Augenblick konzentrierst
und davon ablässt, eine begriffliche Einordnung vorzunehmen,
reduzierst du die Krankheit auf einen oder mehrere der folgenden Faktoren:
körperliche Schmerzen, Schwäche, Unwohlsein, Behinderung.
Dem gibst du dich hin - jetzt.
Du brauchst dich aber keineswegs einer »Krankheit« hinzugeben,
die nur in deiner Vorstellung existiert.

Lass dich von deinem Leiden in den gegenwärtigen Augenblick zwingen,
in einen Zustand bewusster Gegenwärtigkeit. Nutze es zu deiner Erleuchtung.


Durch Hingabe wird das, WAS IST, nicht verändert, jedenfalls nicht direkt.
Aber wenn du transformiert wirst, wird deine ganze Welt transformiert,
weil die Welt nur ein Spiegelbild ist.

Die Krankheit ist nicht das Problem. Du bist das Problem -
solange das Egodenken die Kontrolle über dich hat.
Wenn du krank oder behindert bist, solltest du nicht
das Gefühl haben, in irgendeiner Weise versagt zu haben, und keine Schuldgefühle hegen.

Wirf dem Leben nicht vor, dich ungerecht zu behandeln, aber mach auch dir
selbst keine Vorwürfe. All das ist Widerstand.
Wenn du eine schwere Krankheit hast, dann nutze sie zu deiner Erleuchtung.
 Alles »Unglück« in deinem Leben - nutze es zur Erleuchtung.

Widme der Krankheit keine Zeit. Gesteh ihr weder Vergangenheit noch Zukunft zu.
Lass dich von ihr zum intensiven, bewussten Erleben des gegenwärtigen Augenblicks bringen
und sieh, was geschieht.

Werde Alchemist. Verwandle ein unedles Metall in Gold,
Leiden in Bewusstheit, das Unglück in Erleuchtung.

Bist du wirklich schwer krank und ärgerst dich jetzt über das, was ich gesagt habe?
Dann ist das ein deutliches Anzeichen dafür, dass du einen Teil deines Selbstgefühls aus deiner
Krankheit beziehst und nun deine Identität schützt - und damit auch die Krankheit.

Der Zustand namens »Krankheit« hat nichts mit dem zu tun, was du in Wahrheit bist.
Wann immer du von einer größeren Schwierigkeit oder einem Unglücksfall betroffen bist - einer Krankheit oder Behinderung, dem Verlust deines Heims, deines Vermögens
oder deiner sozialen Identität, dem Bruch einer engen Beziehung, dem Leiden oder Sterben eines geliebten Menschen oder deinem eigenen drohenden Tod -, solltest du daran denken, dass alles zwei Seiten hat und du nur einen einzigen Schritt von etwas Unglaublichem entfernt bist:
von der vollkommenen alchemistischen Umwandlung des unedlen Metalls »Schmerz und Leid« in Gold.
Dieser eine Schritt heißt Hingabe. (Akzeptieren was IST , WAS BEREITS DA IST.)

Ich behaupte nicht, dass du in einer derartigen Situation glücklich sein wirst. Bestimmt nicht. Aber deine Angst und dein Schmerz werden sich in einen inneren Frieden und eine Gelassenheit verwandeln, die aus großer Tiefe kommen – aus dem Nichtmanifesten selbst.
Es ist der »Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft«.
Im Vergleich dazu ist Glück Schall und Rauch.

Mit diesem leuchtenden Frieden zugleich stellt sich -nicht auf der Verstandesebene,
sondern in der tiefsten Tiefe deines Seins
- die Erkenntnis ein, dass du unzerstörbar, unsterblich bist.
Das ist kein Glaube.
Vielmehr ist es eine absolute Gewissheit, die keines äußeren Beweises,
keiner Beglaubigung durch eine andere Instanz bedarf.

Eckhart Tolle

8.1.15





Freitag, 10. Oktober 2014

Wie bringst du einem Fisch das Fliegen bei?

Wie bringst du einem Fisch das Fliegen bei?

Es scheint fast unmöglich, die Identifikation mit dem Verstand aufzulösen.
Wir alle stecken tief in ihm drin.
Wie bringst du einem Fisch das Fliegen bei?

BEENDE DIE ILLUSION VON ZEIT

 Hier ist der Schlüssel: Beende den Irrglauben an die Zeit.
Zeit und Verstand sind untrennbar.
Entferne die Zeit vom Verstand und er hält an - bis du dich entscheidest, ihn zu benutzen.

Mit deinem Verstand identifiziert zu sein bedeutet in der Zeit gefangen zu sein: gezwungen, fast ausschließlich durch Erinnerung und Erwartung zu leben. Daraus entsteht die endlose Beschäftigung mit Vergangenheit und Zukunft und die Weigerung, den gegenwärtigen Moment anzuerkennen und ihm zu erlauben, zu sein. Diese Zwanghaftigkeit entsteht, weil die Vergangenheit dir eine Identität gibt und die Zukunft dir Erlösung, Erfüllung verspricht, auf welche Art auch immer. Beides sind Illusionen.



Eckhart Tolle - JETZT

Sonntag, 10. August 2014

Auslöser für Aktivierung des Schmerzkörpers

Auslöser

Manche Schmerzkörper reagieren nur auf einen bestimmten Auslöser, eine bestimmte Situation, die auf einer Wellenlänge mit einer bestimmten Art von früher einmal durchlittener emotionaler Qual liegt. Wenn zum Beispiel ein Kind bei Eltern aufwächst, die viel Theater um ihre finanziellen Probleme machen und sich ständig darüber streiten, absorbiert es möglicherweise die Geldsorgen der Eltern und entwickelt einen Schmerzkörper, der immer dann aktiv wird, wenn es um finanzielle Fragen geht. Dann regt es sich schon wegen unbedeutender Geldsummen auf und wird wütend. Dieser Aufregung und Wut liegen jedoch Überlebenssorgen und starke Angstgefühle zugrunde.

Ich kenne spirituelle, also relativ bewusste Leute, die in dem Augenblick, in dem sie mit ihrem Anlageberater oder Immobilienmakler telefonieren, ausfallend werden, losbrüllen und dem anderen Vorwürfe machen.

Ebenso wie auf Zigarettenpackungen eine Warnung vor Gesundheitsschäden steht, sollten vielleicht auch Banknoten und Kontoauszüge eine Warnung tragen: »Geld kann den Schmerzkörper aktivieren und zu völliger Unbewusstheit führen.«

Jemand, der in der Kindheit von Vater oder Mutter oder von beiden Eltern vernachlässigt oder verlassen wurde, wird wahrscheinlich einen Schmerzkörper bilden, der in jeder Situation aktiv wird, die auch nur im Entferntesten an den ursprünglichen Schmerz des Verlassenwerdens erinnert. In diesem Fall genügt es mitunter, dass ein Freund, der die betreffende Person vom Flughafen abholen wollte, ein paar Minuten zu spät kommt oder der Partner bzw. die Partnerin spät nach Hause kommt, um einen schweren Schmerzkörperanfall auszulösen. Wenn der Partner oder die Partnerin sie verlässt oder stirbt, übersteigt der emotionale Schmerz, den sie empfindet, alles, was in einer solchen Situation natürlich wäre. Dann leidet sie unter stärksten Qualen, anhaltenden, lähmenden Depressionen oder zwanghafter Wut.

Der Schmerzkörper einer Frau, die in der Kindheit von ihrem Vater missbraucht wurde, wird womöglich bei jeder intimen Beziehung zu einem Mann aktiviert. Umgekehrt kann es sein, dass die Empfindung, die ihren Schmerzkörper nährt, sie zu einem Mann hinzieht, dessen Schmerzkörper dem des Vaters gleicht. Ihr Schmerzkörper fühlt sich magisch angezogen von jemandem, der höchstwahrscheinlich den alten Schmerz wiederaufleben lässt. Der Schmerz wird manchmal irrtümlich als Verliebtheit interpretiert.

Ein Mann, der ein ungewolltes Kind war und der von seiner Mutter keine Liebe, Zuwendung und Aufmerksamkeit erhielt, entwickelt einen starken, ambivalenten Schmerzkörper, der aus intensivem ungestilltem Hunger nach der Liebe und Aufmerksamkeit der Mutter und zugleich aus starkem Hass auf sie besteht, die ihm das verweigert hat, was er so verzweifelt brauchte. Bei dem Erwachsenen löst nun fast jede Frau, die er kennen lernt, diese Bedürftigkeit seines Schmerzkörpers aus - eine Form von emotionalem Schmerz -, was sich bei ihm als unwiderstehlicher Zwang äußert, all diese Frauen »zu erobern und zu verführen« und so in den Genuss der weiblichen Liebe und Aufmerksamkeit zu kommen, nach der sich sein Schmerzkörper sehnt. Er wird ein echter Herzensbrecher, aber sobald eine Beziehung intim wird oder seine Avancen auf Ablehnung stoßen, steigt die Wut des Schmerzkörpers auf seine Mutter wieder in ihm auf und ruiniert die Beziehung.

Wenn du deinen Schmerzkörper erkennst, sobald er aktiv wird, lernst du schnell, welches die häufigsten Auslöser für ihn sind, ob es bestimmte Situationen und Gegenstände sind oder etwas, das andere Menschen sagen oder tun. Wenn ein Auslöser da ist, erkennst du ihn sofort als solchen und bist in einem Zustand erhöhter Alarmbereitschaft. Nach ein, zwei Sekunden nimmst du auch die emotionale Reaktion wahr, mit der sich der Schmerzkörper meldet, aber in deiner jetzigen wachsamen Präsenz identifizierst du dich nicht mit ihm, sodass er dich nicht vereinnahmen und zur Stimme in deinem Kopf werden kann.

Wenn du in dem Augenblick gerade mit deinem Partner oder deiner Partnerin zusammen bist, sagst du vielleicht: »Was du gerade gesagt oder getan hast, hat meinen Schmerzkörper aktiviert.« Triff mit deinem Partner die Vereinbarung, dass ihr es sofort erwähnt, wenn einer von euch etwas sagt oder tut, das den Schmerzkörper des anderen aktiviert. Dann kann sich der Schmerzkörper nicht länger am Beziehungsdrama laben, und statt euch ins Unbewusste zu ziehen, hilft er euch, voll und ganz präsent zu sein.

Jedes Mal, wenn du beim Aktivwerden des Schmerzkörpers gegenwärtig bist, verbrennt etwas von der negativen emotionalen Energie des Schmerzkörpers und verwandelt sich in Präsenz. Dann zieht sich das, was vom Schmerzkörper übrig ist, schnell zurück und wartet darauf, dass sich eine bessere Gelegenheit ergibt, wenn du weniger bewusst bist. Eine solche Gelegenheit bietet sich dem Schmerzkörper, wenn du deine Gegenwärtigkeit verlierst, vielleicht nach ein paar Drinks oder einem brutalen Fernsehfilm. Schon die kleinste negative Regung wie Gereiztheit oder Verärgerung kann der Aktivierung des Schmerzkörpers Vorschub leisten. Der Schmerzkörper braucht deine Unbewusstheit. Das Licht der Gegenwärtigkeit hingegen kann er nicht ausstehen.

Eckhart Tolle


Gerne unterstütze ich Sie bei der Heilung Ihres Schmerzkörpers.
Info:

www.Gerda-Schwaer.de  



Donnerstag, 31. Juli 2014

Sich beklagen und sich ärgern - Eckhart Tolle

Sich beklagen und sich ärgern

Sich beklagen ist eine der Lieblingsstrategien des Ego, um sich selbst zu bestärken. Jede Klage ist eine kleine Geschichte, die der Verstand erfindet und die du rückhaltlos glaubst. Es ist kein Unterschied, ob du dich laut beklagst oder nur in Gedanken. Manche Egos, die sonst vielleicht nicht viel haben, womit sie sich identifizieren könnten, leben einfach vom Klagen. Wenn dich ein solches Ego im Griff hat, wird das Klagen, besonders über andere Leute, zur Gewohnheit - natürlich unbewusst, das heißt, du weißt nicht, was du tust. Seine Mitmenschen mental mit negativen Etiketten zu versehen, entweder in der unmittelbaren Begegnung oder, wie es häufiger vorkommt, indem man mit anderen über sie spricht oder auch nur an sie denkt, ist meist Teil dieses Musters. Schimpfnamen sind die übelste Form einer solchen Etikettierung und des Ego-Bedürfnisses, Recht zu behalten und über andere zu triumphieren: »Dummkopf, Mistkerl, Schlampe«, das alles sind Beurteilungen, an denen man nicht rütteln darf. Auf der nächsttieferen Stufe der Unbewusstheit wird geschimpft und geschrien, und noch ein bisschen tiefer kommt es zur physischen Gewaltanwendung.

Die Empfindung, die mit dem Klagen und der Etikettierung anderer einhergeht und die dem Ego noch mehr Energie zuführt, ist der Ärger. Ärger bedeutet, erbost, entrüstet, gekränkt oder verletzt zu sein.  Du ärgerst dich über die Gier, die Unehrlichkeit oder die Unanständigkeit anderer, über das, was sie tun, was sie getan oder nicht getan haben, was sie gesagt haben, was sie hätten tun oder lassen sollen. Das mag das Ego. 
Statt über die Unbewusstheit anderer hinwegzusehen, machst du sie zu deren Identität.
Wer tut das?
Die Unbewusstheit in dir selbst, das Ego. Manchmal existiert der »Makel«, den du bei anderen wahrnimmst, gar nicht. Er ist bloß eine totale Fehlinterpretation deinerseits, die Projektion eines Denkens, das so konditioniert ist, dass es Gegner sieht, damit du dich ins Recht setzen oder überlegen fühlen kannst.

Bisweilen mag tatsächlich ein Fehler vorhanden sein, aber wenn du dich darauf konzentrierst und vielleicht sogar für nichts anderes mehr Augen hast, verstärkst du ihn nur. Und auf was du bei anderen reagierst, stärkst du in dir selbst.

Nicht auf das Ego anderer zu reagieren ist eines der besten Mittel, um zum einen über das Ego in dir selbst hinauszugehen, und zum anderen das kollektive menschliche Ego aufzulösen.

Den Zustand des Nichtreagierens erreichst du jedoch nur, wenn du das Verhalten einer anderen Person als egobezogen erkennst, als Ausdruck der kollektiven Gestörtheit des Menschen. Wenn du erkennst, dass es nichts Persönliches ist, entfällt auch der Zwang, darauf zu reagieren, als ob es etwas Persönliches wäre.

Dadurch, dass du nicht auf das Ego reagierst, kannst du anderen zu geistiger Gesundheit verhelfen, zu unkonditionierter Bewusstheit, die dem konditionierten Denken entgegengesetzt ist. Ab und zu musst du vielleicht praktische Schritte unternehmen, um dich vor zutiefst unbewussten Leuten zu schützen. Das kannst du aber tun, ohne sie dir zu Feinden zu machen. Dein größter Schutz ist allerdings die Bewusstheit. Jemand wird dein Feind, wenn du das Unbewusste, also das Ego, personalisierst.
Nicht zu reagieren ist keine Schwäche, sondern Stärke.

Ein anderes Wort für Nichtreagieren ist Vergebung.
Vergeben heißt, über etwas hinwegzusehen oder vielmehr durch es hindurchzuschauen. Du schaust durch das Ego hindurch auf die geistige Gesundheit, die das Wesen eines jeden Menschen bildet.

Das Ego beklagt sich gern und reagiert mit Ärger nicht nur auf andere Menschen, sondern auch auf Situationen. Was du mit einer Person anstellen kannst, gelingt dir auch mit einer Situation: Du kannst sie dir zum Feind machen. Der Grundtenor ist immer der Gleiche: Das dürfte eigentlich gar nicht passieren; ich will nicht hier sein; ich möchte das nicht tun; ich werde ungerecht behandelt. Und der größte Feind des Ego ist natürlich der gegenwärtige Augenblick, also das Leben selbst.

Sich zu beklagen ist etwas anderes, als jemanden auf einen Fehler oder Makel aufmerksam zu machen, der berichtigt werden kann. Und nicht zu klagen heißt nicht unbedingt, sich mit einer schlechten Qualität oder schlechtem Benehmen zufrieden zu geben. Es ist nichts Egoistisches daran, einem Kellner zu sagen, dass die Suppe kalt ist und aufgewärmt werden muss - sofern du dich an die Fakten hältst, die immer neutral sind.

»Wie können Sie es wagen, mir kalte Suppe zu servieren!«, ist eine Beschwerde.
Hier ist ein »Ich« im Spiel, das die kalte Suppe nur zu gern als persönliche Beleidigung betrachtet und einen großen Wirbel darum macht, ein »Ich«, das seine Freude daran hat, jemanden ins Unrecht zu setzen. Das Klagen, von dem wir hier sprechen, dient nicht der Veränderung, sondern dem Ego.
Manchmal wird es recht deutlich, dass das Ego sich im Grunde nicht verändern möchte, damit es sich weiter beschweren kann.

Probier einmal, die Stimme im Kopf in dem Augenblick zu erwischen bzw. wahrzunehmen, in dem sie sich über etwas beklagt, und sie als das zu erkennen, was sie ist: die Stimme des Ego, nichts weiter als ein konditioniertes Denkmuster, ein Gedanke. Wann immer du diese Stimme wahrnimmst, wird dir auch aufgehen, dass du nicht die Stimme bist, sondern derjenige, der sich ihrer bewusst ist. Tatsächlich bist du die Bewusstheit, die sich der Stimme bewusst ist. Im Hintergrund ist Bewusstheit. Im Vordergrund ist die Stimme, der Denker. Auf diese Weise befreist du dich allmählich vom Ego, vom unbeobachteten Denken.

In dem Moment, in dem du dir des Ego in dir bewusst wirst, ist es genau genommen gar kein 
Ego mehr, sondern nur ein altes, konditioniertes Denkmuster. Das Ego speist sich aus Unbewusstheit.Bewusstheit und Ego schließen sich gegenseitig aus.
Das alte Denkmuster, die geistige Gewohnheit, mag noch eine Weile bestehen bleiben und ab und zu wiederkehren, weil es die Schubkraft jahrtausendelanger kollektiver menschlicher Unbewusstheit im Nacken hat, aber jedes Mal, wenn dies erkannt wird, wird es ein wenig schwächer.

Eckhart Tolle – Eine neue Erde


Montag, 28. Juli 2014

Das Vergessen des SEINS - Eckhart Tolle

Das Vergessen des SEINS – Ur-Fehler – Illusion der Trennung

Das Ego ist immer Identifikation mit Form, eine Selbstsuche, bei der man das Selbst an irgendeine Form verliert. Formen sind nicht nur materielle Gegenstände und physische Körper. Wirksamer als die äußeren Formen - Dinge und Körper - sind die Gedankenformen, die kontinuierlich im Feld des Bewusstseins aufsteigen. Das sind Energieformationen, die zwar feiner und weniger dicht als physische Materie, aber dennoch Formen sind.

Was du möglicherweise als Stimme in deinem Kopf wahrnimmst, die nie zu reden aufhört, ist der Strom unablässigen, zwanghaften Denkens. Wenn jeder Gedanke deine Aufmerksamkeit voll und ganz fesselt, wenn du dich so stark mit der Stimme in deinem Kopf und mit den Emotionen, die sie begleiten, identifizierst, dass du dich in jeden Gedanken und jede Empfindung verlierst, bist du vollkommen mit Form identifiziert, und dann hat dich das Ego fest im Griff.

Das Ego ist eine Zusammenballung sich ständig wiederholender Gedankenformen und konditionierter mental-emotionaler Muster, denen ein Ichgefühl unterlegt wird, ein Selbstgefühl. Das Ego entsteht, wenn du dein Gefühl des Seins, des »Ich bin«, das formloses Bewusstsein ist, mit Form verwechselst. Das bedeutet Identifikation. Das heißt, das Sein zu vergessen, und ist der Urfehler, die Illusion eines absoluten Getrenntseins, durch die sich die Wirklichkeit in einen Alptraum verwandelt.


Eckhart Tolle – Eine neue Erde – 28.7.14

Dienstag, 20. Mai 2014

Was ist das Ego? - Eckhart Tolle

Was ist das Ego?

Ich liebe die Analysen von Eckhart Tolle - sie bringen Heilung.

Erkenne das Ego als das, was es ist: eine kollektive Funktionsstörung, die Geistesgestörtheit des Menschen. Wenn du das in ihm siehst, was es ist, nimmst du es nicht mehr fälschlich als Identität von jemandem wahr.

Sobald du das Ego als das siehst, was es ist, fällt es dir viel leichter, nicht darauf zu reagieren. Du nimmst es nicht mehr persönlich. Dann ist es vorbei mit Klagen, Beschuldigungen, Vorwürfen oder Ins-Unrecht-Setzen. Niemand ist im Unrecht. Es ist das Ego im anderen, sonst nichts.

Mitgefühl überkommt dich, wenn du erkennst, dass alle an der gleichen Geisteskrankheit leiden, nur einige akuter als andere. Du gibst dem Drama, das Teil aller Egobeziehungen ist, nicht auch noch Nahrung.

Womit wird es genährt?
Mit Klagen, Ärger und Groll.
Dabei gedeiht das Ego.

Eine neue Erde - Seite 85

Wahrnehmen, erkennen, handeln.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Der eigene Schmerzkörper - Ursache von Armut, Elend, Krankheit

Der eigene Schmerzkörper  –  Ursache von Armut, Elend, Krankheit

Ich erlebe es in der Systemischen Therapie aber auch im eigenen Verhalten, dass wir gerne an alten Schmerzen, Verletzungen, Groll, Urteilen usw. festhalten. Das passiert zum Einen sicherlich aus dem Grund, daß wir unsere eigenen Gewohnheiten und Glaubenssätze gewohnt sind und damit Sicherheit bieten; zum anderen nichts anderes da ist, was die Lücke füllen würde, die dann entsteht, wenn wir von diesen Dingen loslassen.

Eckhart Tolle schreibt über die emotionalen Schmerzen, über den Schmerzkörper, in seinen weltweiten Bestsellern “Jetzt”  und „Eine neue Erde“ :
“Solange Du Dir keinen Zugang zur Kraft der Gegenwart verschaffen kannst, werden emotionale Verletzungen, die Dir widerfahren einen Restschmerz hinterlassen, der in Dir weiterlebt. Er vermischt sich mit altem Schmerz, der bereits da ist und bleibt in Verstand und Körper hängen. Das schließt natürlich den Schmerz mit ein, den Du als Kind erlitten hast und der durch die Unbewusstheit der Welt verursacht wurde, in die Du hineingeboren wurdest.

Diese Ansammlung von Schmerz ist ein negatives Energiefeld, das Deinen Körper und Deinen Verstand besetzt. Wenn Du es Dir als ein unsichtbares Wesen mit seiner eigenen Persönlichkeit vorstellst, dann kommst Du der Wahrheit ziemlich nahe. Das ist der emotionale Schmerzkörper.

Achte auf jedes Zeichen von Verstimmung in Dir, in welcher Form auch immer – es könnte der erwachende Schmerzkörper sein. Er kann sich als Verärgerung ausdrücken, als Ungeduld, finstere Stimmung, als Wunsch zu verletzen, als Wut, Depression, als Bedürfnis nach Drama in Deiner Beziehung und so weiter: Greife ihn Dir in dem Moment, in dem er aus seinem Ruhezustand erwacht. Der Schmerzkörper will leben wie alles andere in der Existenz auch, und das kann er nur, wenn er Dich dazu bringt, Dich unbewusst mit ihm zu identifizieren.

Er lebt von jeder Erfahrung, die mit seiner eigenen Art von Energie mitschwingt, von allem, was mehr Schmerz erschafft, in welcher Form auch immer: Wut, Zerstörung, Hass, Trauer, emotionalem Drama, Gewalt und sogar von Krankheit. Sobald er Macht über Dich hat, wird der Schmerzkörper also Situationen in Deinem Leben erschaffen, die ihm seine eigene Energiefrequenz zurückgeben, damit er sich davon ernähren kann.

Schmerz kann sich nur von Schmerz ernähren.
Schmerz kann sich nicht von Freude ernähren.

Wenn der Schmerzkörper Besitz von Dir ergriffen hat, dann willst Du immer mehr Schmerz. Du wirst zum Opfer oder zum Täter. Du willst Schmerz zufügen oder selbst Schmerz erleiden oder beides. Zwischen beidem besteht kein großer Unterschied.

Der Schmerzkörper will nicht, dass Du ihn direkt anschaust und als das erkennst, was er ist. Wenn Du ihn beobachtest, sein Energiefeld in Dir fühlst und ihm Deine Aufmerksamkeit gibst, dann ist die Identifikation sofort gebrochen. Ihn zu beobachten ist genug. Ihn zu beobachten beinhaltet, ihn anzunehmen als Teil dessen, was in diesem Moment ist.”

Und was ist mit Ihrem Schmerzkörper?